Neueröffnung Marketing: Plan für die ersten 90 Tage
Jede Woche ohne Plan verlierst du Erstbesucher, die nie wiederkommen — dabei brauchst du nur 3 Dinge vor Tag 1.
In den ersten Wochen kommen mehr Leute aus Neugier als je wieder. Die Frage ist nicht, wie du am Eröffnungstag den Laden voll bekommst. Sondern wie viele dieser Besucher zu Stammkunden werden. Dieser Plan teilt die ersten 90 Tage in vier Phasen. Mit konkreten Aufgaben, Texten und einer Checkliste zum Abhaken.
Mach den Selbsttest: Bist du bereit für die Eröffnung?
- Ist dein Google-Eintrag vollständig (Adresse, Öffnungszeiten, Fotos, Eröffnungsdatum)?
- Steht am Schaufenster groß und sichtbar, wann du eröffnest?
- Hast du eine digitale Stempelkarte eingerichtet und QR-Codes gedruckt?
- Weißt du, wie du in den ersten 14 Tagen Erstbesucher erinnerst?
- Hast du Flyer für die Nachbarschaft vorbereitet?
Wenn du mehr als zwei Fragen mit Nein beantwortest, fehlen dir wichtige Grundlagen. Die holst du später nur mit viel Aufwand nach.
Phase 0: Vier bis sechs Wochen vor der Eröffnung
Die Grundlagen müssen stehen, bevor die Tür aufgeht.
Google Business Profil anlegen. Trag Kategorie, Adresse, Öffnungszeiten, Telefon und erste Fotos vom Umbau ein. Setz das Eröffnungsdatum — Google zeigt dann „Eröffnet bald" an. Wie das Profil vollständig wird, steht in Google-Maps-Eintrag optimieren.
Schaufenster bekleben. „Hier eröffnet am 15. Oktober: Café Sonne." Groß, mit Datum. Jeder, der vorbeigeht, ist ein möglicher Erstbesucher.
Instagram-Profil starten. Drei bis fünf Beiträge vom Umbau, vom Team, vom Konzept. Es geht nicht um Follower-Zahlen. Sondern darum, dass Adresse und Datum auffindbar sind.
Treueprogramm vorbereiten. Leg eine digitale Stempelkarte an, leg die Belohnung fest, druck Aufsteller mit QR-Code. Das dauert eine halbe Stunde. Muss aber vor Tag 1 fertig sein, damit der erste Besucher auch der erste Kunde mit Karte ist. Anleitung in Treueprogramm erstellen.
Nachbarschaft informieren. Flyer in die Briefkästen der umliegenden Straßen. Schau persönlich bei den Nachbarläden vorbei. Die Nachbarschaft ist deine Kernkundschaft, nicht die ganze Stadt.
Phase 1: Die Eröffnungswoche
Am Eröffnungstag geht es nicht um Umsatz. Sondern um Eindruck und um Karten im Wallet.
Eröffnungsangebot mit Karte verknüpfen
Statt „10 Prozent auf alles" besser: „Zur Eröffnung: Stempelkarte anlegen und den ersten Kaffee gratis." Der Rabatt kostet dich denselben Wareneinsatz. Aber der Kunde geht mit einer Karte im Wallet nach Hause. Und du hast einen Kontaktpunkt für die nächsten Wochen.
Wer die Karte ohne Werbe-Einwilligung anlegt, bekommt trotzdem Stempel-Updates. Nur für Aktionen brauchst du das Häkchen.
QR-Code an jeder Stelle
Am Eingang, an der Kasse, auf dem Tisch. Wer wartet, scannt. Ein Aufsteller reicht nicht, wenn die Schlange lang ist. Bei stampa erstellt die KI druckfertige Aufsteller und Poster mit deinem Logo und QR-Code. Die druckst du in mehreren Formaten.
Fotos und Bewertungen ab Tag 1
Bitte die ersten zufriedenen Gäste um eine Google-Bewertung. Am besten direkt am Tisch mit dem Handy. Zehn Bewertungen in der ersten Woche machen mehr aus als hundert nach einem Jahr. Sie machen das Profil sichtbar, solange die Neugier hoch ist. Fair und ohne Manipulation — wie es geht, steht in Mehr Google-Bewertungen bekommen.
Erste Push-Nachricht
Am Abend des dritten Tages an alle Karten mit Werbe-Einwilligung: „Danke für den Start! Bis Sonntag gibt es zu jedem Kaffee ein Stück Kuchen dazu." Kurz, konkret, mit Ende.
Phase 2: Woche 2 bis 4 — die Absprungphase
Hier entscheidet sich, ob aus Neugier Gewohnheit wird. Die meisten Erstbesucher kommen ohne Anstoß nicht zurück. Nicht weil es ihnen nicht gefallen hat. Sondern weil sie es vergessen.
Erinnerung nach 14 Tagen. Automatische Nachricht an Karten ohne zweiten Stempel: „Zwei Wochen her, dein zweiter Stempel wartet. Diese Woche gibt es ihn doppelt." Bei stampa ist das die Rückgewinnungs-Automatik (du stellst die Frist selbst ein).
Zweites Produkt zeigen. Wer beim ersten Besuch Kaffee hatte, weiß nicht, dass es Frühstück gibt. Ein Foto pro Woche auf Google und Instagram vom jeweils nächsten Produkt.
Öffnungszeiten anpassen. Nach zwei Wochen weißt du, wann Leute kommen. Wenn morgens um 7 Uhr niemand da ist, öffne um 8. Kommuniziere es sofort auf Google.
Erste Zahlen ansehen. Wie viele Karten wurden angelegt? Wie viele haben zwei oder mehr Stempel? Wenn von 300 Karten nur 40 einen zweiten Stempel haben, ist die Erinnerung wichtiger als jede weitere Werbung.
Was passiert, wenn du nach der Eröffnung nichts tust
Die meisten Läden stecken ihr ganzes Budget in den Eröffnungstag. Danach passiert nichts. Das Ergebnis: Von 200 Besuchern in Woche 1 kommen in Woche 4 vielleicht noch 15 zurück. Nicht weil der Laden schlecht war. Sondern weil niemand sie erinnert hat. Ohne Kontaktpunkt (Stempelkarte, Erinnerung, Aktion) verlierst du 90 Prozent der Erstbesucher — still und leise.
Phase 3: Woche 5 bis 12 — Routine aufbauen
Ab jetzt geht es um Rhythmus. Die Kunden, die jetzt noch kommen, sind deine Stammkunden. Ihnen gilt der Aufwand.
Schwachen Tag identifizieren und füllen. Nach sechs Wochen kennst du deinen schlechtesten Tag. Gib ihm einen Grund: Doppelstempel montags. Mehr dazu in Schwache Wochentage füllen.
Erste Belohnungen einlösen lassen. Wer die zehnte Stempel voll hat, soll das feiern. Ein „Herzlichen Glückwunsch, dein Gratis-Kaffee wartet" als Nachricht und ein Lächeln an der Kasse. Das ist der Moment, in dem aus einem Kunden ein Fürsprecher wird.
Kunden werben Kunden. „Bring jemanden mit, ihr bekommt beide einen Extra-Stempel." Kostet dich zwei Stempel, bringt einen Neukunden aus dem richtigen Umfeld.
Geburtstags-Automatik einschalten. Wer sein Geburtsdatum beim Anlegen der Karte angegeben hat, bekommt am Tag eine Nachricht mit kleinem Geschenk. Läuft von allein.
Die 90-Tage-Checkliste
| Zeitpunkt | Aufgabe | Erledigt |
|---|---|---|
| 6 Wochen vorher | Google Business Profil anlegen, Eröffnungsdatum setzen | |
| 4 Wochen vorher | Schaufenster bekleben, Instagram starten | |
| 2 Wochen vorher | Stempelkarte einrichten, Aufsteller drucken, Flyer verteilen | |
| Tag 1 bis 3 | Eröffnungsangebot an Karte gekoppelt, Bewertungen bitten | |
| Tag 3 | Erste Push-Nachricht mit Dankeschön und Aktion bis Sonntag | |
| Tag 14 | Rückgewinnungs-Automatik prüfen, Zahlen ansehen | |
| Tag 30 | Öffnungszeiten anpassen, zweites Produkt bewerben | |
| Tag 45 | Schwachen Tag mit Doppelstempel füllen | |
| Tag 60 | Empfehlungsaktion starten, Geburtstags-Automatik an | |
| Tag 90 | Wiederkehrer-Quote prüfen, Belohnung ggf. anpassen |
Woran du nach 90 Tagen erkennst, ob es läuft
Nicht am Umsatz der ersten Woche — der ist immer hoch. Sondern an dieser Frage: Wie viele der Kunden, die in Woche 1 eine Karte angelegt haben, waren in Woche 10 noch einmal da?
Wenn es ein Drittel ist, hast du eine Basis. Wenn es weniger als ein Zehntel ist, fehlt der Kontaktpunkt zwischen den Besuchen. Dann solltest du bei der Erinnerung ansetzen, nicht bei neuer Werbung. Wie du diese Quote berechnest, steht in Kundenbindungsrate berechnen.
Fazit
Die Neueröffnung ist die einzige Zeit, in der Leute ohne Anstoß in deinen Laden kommen. Der Marketing-Plan sorgt dafür, dass du diese Besucher nicht verlierst: Karte im Wallet ab Tag 1, Erinnerung nach zwei Wochen, Rhythmus ab Woche 5. Das meiste davon kostet keinen Cent, nur Vorbereitung. Mit stampa hast du Stempelkarte, Aufsteller und Automatiken vor der Eröffnung fertig — kostenlos bis 100 aktive Kunden, ohne Kreditkarte: jetzt einrichten.