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Schwache Wochentage füllen: Montag bis Mittwoch im Restaurant

Jede Woche ohne Aktion für schwache Tage verschenkst du Umsatz, der fast reiner Gewinn wäre — in 5 Minuten eingerichtet.

7 Min. Lesezeit

Schwache Wochentage im Restaurant füllen heißt vor allem: Montag, Dienstag und Mittwoch. An diesen Tagen kochen die Leute zu Hause. Deine Miete und dein Personal kosten aber genauso viel wie am Samstag.

In diesem Artikel bekommst du neun Maßnahmen, die ohne Dauerrabatt funktionieren. Dazu einen Zeitplan für Nachrichten und eine Beispielrechnung, die zeigt, was ein halb voller Dienstag wert ist.

Warum der Dienstag teurer ist als der Samstag

Die meisten Restaurants machen zwischen Donnerstag und Sonntag den Großteil ihres Umsatzes. Montag bis Mittwoch laufen mit halber Kraft oder weniger. Das Problem: Die Kosten laufen mit voller Kraft weiter.

Rechnen wir das durch. Ein Restaurant mit 60 Plätzen hat Tageskosten von rund 900 Euro für Miete, Personal und Energie. Das gilt unabhängig von der Gästezahl.

Am Samstag kommen 140 Gäste mit einem Bon von 28 Euro. Das sind 3.920 Euro. Am Dienstag kommen 35 Gäste. Das sind 980 Euro. Der Dienstag deckt gerade so die Kosten, verdient aber nichts.

Jetzt kommen 20 zusätzliche Gäste am Dienstag: 20 × 28 Euro = 560 Euro. Davon geht der Wareneinsatz ab, sagen wir 30 Prozent. Es bleiben 392 Euro. Diese 392 Euro sind fast reiner Gewinn, weil Miete, Personal und Energie ohnehin bezahlt sind.

Der zwanzigste Gast am Dienstag ist deshalb mehr wert als der hundertvierzigste am Samstag. Der Samstags-Gast blockiert vielleicht sogar einen Tisch, den jemand mit größerem Bon gebraucht hätte.

Der Fehler, den fast alle machen

Die häufigste Reaktion auf leere Montage ist ein Schild im Fenster: „Montags 20 Prozent auf alles." Das hat zwei Schwächen.

Erstens sieht das Schild nur, wer sowieso vorbeiläuft. Und der läuft am Montag nicht vorbei. Zweitens bekommen den Rabatt auch die 35 Gäste, die ohnehin gekommen wären. Bei 980 Euro Umsatz kostet das 196 Euro, bevor ein einziger zusätzlicher Gast da ist.

Besser ist es, das Angebot gezielt an Menschen zu senden, die dich schon kennen. Und es an eine Bedingung zu knüpfen, die Wiederkommen belohnt. Genau das leistet eine Stempelkarte, die deine Gäste im Wallet tragen.

Wie sie im Restaurant grundsätzlich funktioniert, beschreibt der Artikel Stempelkarte fürs Restaurant.

9 Maßnahmen für Montag bis Mittwoch

Nr.MaßnahmeKosten pro GastFür wen
1Doppelstempel an schwachen TagenRund 1 Euro Warenwert je 10 StempelAlle Stammgäste
2Gratis-Dessert für Kartenbesitzer1 bis 2 Euro WareneinsatzGäste mit Karte
3Gericht des Tages nur Mo bis MiKleinere Marge, planbarer EinkaufNeue und alte Gäste
4Mittagstisch mit eigener StempelspurWie Punkt 1Büros in der Nähe
5Stammtisch-Abend, Dienstag reserviertFast nullGruppen und Vereine
6Flash-Aktion mit ZeitlimitJe nach AngebotKurzentschlossene
7Tisch-Reservierung mit Stempel belohnenWie Punkt 1Planer
8Erinnerung in der Nähe des LadensNullPassanten mit Karte
9Familien-Mittwoch, Kinder essen mitKleiner WareneinsatzFamilien im Viertel

Doppelstempel: die einfachste Maßnahme

Jeder Besuch von Montag bis Mittwoch zählt doppelt. Der Gast, der sonst fünfmal kommen muss, bis die Karte halb voll ist, schafft es in drei Besuchen. Wenn er unter der Woche kommt.

Der Aufwand für dich: einen Schalter umlegen. Die Kosten: Die Belohnung wird etwas früher fällig. Bei einem Gratis-Getränk oder Dessert bleibt das unter zwei Euro.

Gericht des Tages nur unter der Woche

Ein festes Gericht zum festen Preis, das es am Wochenende nicht gibt. Der Reiz liegt in der Exklusivität, nicht im Rabatt.

Nebeneffekt: Du kannst den Einkauf planen und Reste vom Wochenende sinnvoll verwerten. Kombiniert mit einer Nachricht am Montagmorgen („Heute: Ofenlachs mit Zitronenrisotto, 14,90 Euro, nur heute") wird daraus ein Grund, nicht zu Hause zu kochen.

Mittagstisch als eigene Spur

Büros und Praxen in der Nähe essen von Montag bis Freitag mittags. Wer dort Stammgäste gewinnt, füllt genau die schwachen Tage.

Wie das mit einer eigenen Stempelmechanik (also zwei Karten: eine für abends, eine für mittags) funktioniert, zeigt der Artikel Stempelkarte für Mittagstisch und Kantine.

Flash-Aktion für den leeren Abend

Es ist Dienstag, 17 Uhr, drei Reservierungen für den Abend. Eine Nachricht an deine Stammgäste: „Heute Abend: Hauptgericht bestellen, Vorspeise geht aufs Haus. Nur bis 21 Uhr."

Das Zeitlimit macht aus „irgendwann mal" ein „heute". Weitere Beispiele für solche spontanen Angebote findest du unter Flash-Aktionen.

Mach den Selbsttest: Verschenkst du Umsatz?

  • Ist dein Dienstag oder Mittwoch weniger als halb so voll wie dein Samstag?
  • Hast du in den letzten vier Wochen keine gezielte Aktion für schwache Tage gemacht?
  • Weißt du nicht, wie viele deiner Stammgäste montags bis mittwochs kommen könnten?
  • Schickst du Angebote nur per Aushang oder gar nicht?

Wenn du zweimal Ja gesagt hast, verschenkst du jede Woche Umsatz, der fast reiner Gewinn wäre.

Zeitplan: Wann die Nachricht rausgehen sollte

Die beste Maßnahme scheitert am falschen Zeitpunkt. Für Restaurants gilt:

  • Montag, 10 Uhr: Wochenstart-Nachricht mit dem Gericht der Woche oder dem Doppelstempel-Hinweis. Die Woche ist noch nicht verplant.
  • Dienstag oder Mittwoch, 16 bis 17 Uhr: Die Abend-Entscheidung fällt jetzt. Eine Nachricht um 20 Uhr kommt zu spät, der Topf steht schon auf dem Herd.
  • Nicht jeden Tag. Wer an drei Tagen hintereinander eine Nachricht schickt, wird abgeschaltet. Ein bis zwei Nachrichten pro Woche für die schwachen Tage reichen.

Ein Schwache-Tage-Booster (eine Funktion, die automatisch zur richtigen Zeit eine Nachricht verschickt) übernimmt das automatisch: Er kennt deinen schwächsten Wochentag aus den Scans und schickt zur passenden Zeit ein Angebot. Ohne dass du daran denken musst.

Messen statt hoffen

Ob die Maßnahmen wirken, siehst du an einer einzigen Zahl: dem Umsatz des schwächsten Tages im Verhältnis zum Tagesdurchschnitt.

Vor der Aktion lag der Dienstag bei 980 Euro, der Durchschnitt bei 2.100 Euro. Also bei 47 Prozent. Steigt der Dienstag nach sechs Wochen auf 1.400 Euro, sind das 67 Prozent. Diese 20 Prozentpunkte sind der Erfolg der Maßnahme.

Wer es genauer wissen will, prüft im Dashboard die Scans in den 48 Stunden nach jeder Nachricht. So erkennst du, welche Angebote deine Gäste bewegen und welche nicht. Und musst nicht raten.

Was passiert, wenn du nichts änderst

Jede Woche ohne Aktion für schwache Tage verschenkst du Umsatz, der fast reiner Gewinn wäre. Deine Fixkosten laufen. Dein Personal steht bereit. Die Küche ist warm. Nur die Gäste fehlen.

Und die fehlen nicht, weil sie nicht kommen wollen. Sondern weil sie nicht daran denken. Oder weil sie nicht wissen, dass es sich lohnt. Ohne Nachricht bleibt der Dienstag leer, und du zahlst die Kosten aus dem Samstag.

Fazit

Schwache Wochentage sind kein Naturgesetz. Sie sind eine Frage der Ansprache. Wer am Dienstag ein Angebot direkt an seine Stammgäste schickt, füllt Tische, die sonst leer bleiben. Und das fast ohne Kosten, weil die Fixkosten ohnehin laufen.

Eine digitale Stempelkarte liefert dafür Doppelstempel, Nachrichten auf dem Sperrbildschirm und den Booster für den schwächsten Tag in einem Werkzeug. Mit stampa startest du kostenlos, bis 100 aktive Kunden und ohne Kreditkarte. In fünf Minuten eingerichtet.

Häufige Fragen

Warum sind Montag bis Mittwoch im Restaurant so schwach?
Nach dem Wochenende wird zu Hause gekocht, das Budget ist verplant und der Ausgeh-Anlass fehlt. Die Fixkosten für Miete und Personal laufen trotzdem weiter, deshalb ist jeder zusätzliche Gast an diesen Tagen besonders viel wert.
Sollte ich montags einfach schließen?
Das kann sinnvoll sein, wenn der Tag dauerhaft Verlust macht. Bevor du schließt, lohnt sich ein Versuch mit gezielten Angeboten an Stammgäste, denn ein halb voller Montag deckt oft schon die Kosten, und ein geschlossener Tag bringt garantiert null.
Welche Aktion funktioniert an schwachen Tagen am besten?
Angebote, die nur an diesem Tag gelten und direkt an Stammgäste gehen: Doppelstempel, ein Gratis-Dessert oder ein Gericht des Tages zum Sonderpreis. Ein pauschaler Rabatt für alle ist meist die teuerste Variante.
Wie erreiche ich meine Gäste am Montag, ohne dass sie eine App brauchen?
Über eine Stempelkarte im Apple Wallet oder Google Wallet. Nachrichten landen als Wallet-Benachrichtigung auf dem Sperrbildschirm, ohne App und ohne Newsletter, und nur bei Gästen, die Werbung erlaubt haben.

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