Stempelkarte Eisdiele: So bindest du Stammkunden über den Winter
Jede Woche ohne Stempelkarte vergessen deine Sommerkunden dich im Winter – und gehen im Frühjahr zur neuen Eisdiele.
Eine Stempelkarte für die Eisdiele muss mit einem Problem umgehen, das kaum eine andere Branche kennt: Die Saison ist kurz, im Winter vergessen dich die Kunden. Papierkarten landen im Herbst im Müll. Eine digitale Karte bleibt im Wallet (das ist die vorinstallierte App für Karten auf jedem Smartphone), und du kannst deine Sommerkunden im April direkt wieder ansprechen.
Hier bekommst du die Mechanik für die kurze Saison, eine Beispielrechnung pro Kugel, Tipps für die Eistheke und die Automatiken, die den Winter überbrücken.
Besuchsfrequenz und Bonwert in der Eisdiele
In der Saison kommen Familien und Anwohner oft wöchentlich, bei gutem Wetter mehrmals. Der Bon liegt zwischen 3 und 8 Euro: zwei Kugeln in der Waffel, ein Becher, ein Eiskaffee. Am Wochenende wird es mit Eisbechern für die ganze Familie mehr.
Die Kundschaft ist dabei sehr ortsgebunden. Wer die Eisdiele im Viertel kennt, geht nicht in die nächste. Das ist ein Vorteil, aber auch ein Risiko: Wenn im Sommer eine neue Eisdiele aufmacht, wandert der Stamm ohne Abschied ab. Die Karte macht diese Abwanderung sichtbar, bevor sie endgültig ist.
Der zweite Punkt ist die Saison. Von Oktober bis März ist wenig los, viele Eisdielen schließen ganz. Die Frage ist, ob die Kunden im April noch wissen, dass es dich gibt.
Mach den Selbsttest:
- Kommen deine Stammkunden im April später als im Vorjahr?
- Hast du im letzten Sommer neue Konkurrenz bekommen?
- Weißt du, wie viele deiner Kunden wöchentlich kommen?
- Hast du einen Weg, alle Kunden zum Saisonstart zu erreichen?
Wenn du zwei Fragen mit Nein beantwortet hast, lohnt sich eine digitale Stempelkarte.
Mechanik-Empfehlung: 8 Stempel, eine Gratis-Kugel
Für Eisdielen empfehlen wir:
- 8 Stempel, ein Stempel pro Einkauf ab 3 Euro
- Belohnung: eine Gratis-Kugel oder ein kleiner Becher (bis zwei Kugeln)
- Cooldown: ein Stempel pro Kunde und Tag (das heißt: ein Kunde kann pro Tag nur einen Stempel sammeln, auch wenn er mehrmals kommt)
Die Karte muss innerhalb einer Saison voll werden, sonst verliert sie ihren Sinn. Acht Stempel bei wöchentlichen Besuchen sind in zwei Monaten geschafft, das passt in jeden Sommer.
Die Beispielrechnung:
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Durchschnittlicher Bon pro Besuch | 5,00 € |
| Umsatz über 8 Stempel | 40,00 € |
| Wareneinsatz Gratis-Kugel (Eis, Waffel) | ca. 0,40 € |
| Effektiver Rabatt | ca. 1 % |
Ein Prozent. Selbst bei einem kleinen Becher mit zwei Kugeln als Belohnung bleibst du unter zwei Prozent. Eisdielen haben einen der niedrigsten Wareneinsätze der Gastronomie, und genau das macht die Belohnung so günstig.
Wer Familien binden will, kann eine zweite Stufe anbieten: 8 Stempel für die Kugel, 16 für einen Familienbecher. Mehr zur Wahl der passenden Belohnung unter Die richtige Belohnung für dein Treueprogramm.
Einführung an der Eistheke: Die Schlange ist dein Freund
An einem Sonntag im Juli steht die Schlange bis auf die Straße. Das ist kein Problem, sondern die beste Situation zum Anlegen der Karte:
- Aufsteller entlang der Schlange. Nicht nur an der Kasse. Ein großer Aufsteller mit QR-Code an der Vitrine, ein zweiter an der Wand, ein dritter im Fenster. Wer zehn Minuten wartet, scannt.
- Der Hinweis an der Vitrine. Ein Schild „Stempel sammeln, 8 Kugeln bezahlen, eine gratis" direkt bei den Sorten. Das liest jeder, der seine Sorte aussucht.
- Stempeln beim Bezahlen. Der Kunde hält das Handy hin, die Mitarbeiterin scannt mit dem Kassen-Smartphone. Kein Stempelkissen, das bei 30 Grad verläuft, keine klebrige Pappkarte.
- Alle stempeln, auch die Aushilfen. Eisdielen arbeiten mit vielen Saisonkräften. Jede bekommt eine eigene PIN für den Scanner. Die Einweisung dauert fünf Minuten.
Den Aufsteller mit druckfertigem QR-Code kannst du direkt erzeugen, wie das geht, liest du unter QR-Code-Aufsteller an der Kasse.
Automatiken für die Eisdiele: Regentage, Winter, Saisonstart
Die digitale Karte spielt ihre Stärke zwischen den Besuchen aus, und in der Eisdiele heißt das vor allem: bei schlechtem Wetter und im Winter.
Schwache-Tage-Booster für Regentage. An einem verregneten Dienstag bleibt die Vitrine voll. Eine automatische Nachricht „Heute bei uns: Extra-Stempel auf jeden Becher" landet als Wallet-Benachrichtigung auf dem Sperrbildschirm der Kunden mit Werbe-Einwilligung. Einige kommen trotzdem, weil sie an dich erinnert wurden.
Winter-Angebote. Wenn du im Winter geöffnet hast: heiße Schokolade, Waffeln, Crêpes. Die Karte läuft weiter, die Stempel gelten auch für Winterware, und die Kunden vergessen dich nicht.
Saisonstart per Push. Wenn du im Winter schließt, ist die erste Nachricht im März die wichtigste des Jahres: „Wir haben wieder geöffnet, deine Stempel sind noch da." Bei Papierkarten wäre dieser Kontakt unmöglich. Mit der Wallet-Karte erreichst du alle Kunden des letzten Sommers auf einmal.
Geburtstag. Ein Gratis-Becher zum Geburtstag bringt in der Eisdiele fast immer die ganze Familie mit. Mehr dazu unter Geburtstagsaktion für Kunden.
Feiertags-Aktionen. Muttertag, Pfingsten, Sommerferienbeginn: per Klick aktivierte Feiertags-Nachrichten treffen genau die Tage, an denen Eisdielen die meisten Kunden haben.
So sieht das in der Praxis aus
Eine Eisdiele in einer Kleinstadt führt im Mai die Karte ein. Aufsteller an der Vitrine, an der Kasse, im Fenster. In den ersten drei Wochen scannen 180 Kunden. Im Juli kommen die ersten Belohnungen, die Mitarbeiterinnen stempeln beim Bezahlen. Im Oktober schließt die Eisdiele. Im März schickt die Inhaberin eine Push-Nachricht: „Wir haben wieder auf, deine Stempel sind noch da." 120 Kunden kommen in der ersten Woche, viele mit halb vollen Karten. Die neue Eisdiele drei Straßen weiter bleibt leer.
Typische Fehler bei Stempelkarten in der Eisdiele
- Zu lange Karten. 12 oder 15 Stempel werden in einer kurzen Saison nicht voll. Acht ist die Obergrenze.
- Stempel verfallen zum Saisonende. Das ist der Klassiker der Papierkarte und der Grund, warum Kunden sie nicht ernst nehmen. Digitale Stempel bleiben bis zum nächsten Frühjahr erhalten.
- Nur die Kasse hat den Scanner. Bei zwei Theken und einem Straßenverkauf brauchen alle drei ein Handy mit Zugang.
- Belohnung zu groß. „Ein Eisbecher nach Wahl" bringt den Spaghetti-Eis-Becher für 9 Euro. Eine Kugel oder ein kleiner Becher ist die richtige Größe.
- Keine Nachricht zum Saisonstart. Die eine Push-Nachricht im Frühling ist der größte Vorteil gegenüber Papier. Wer sie vergisst, verschenkt den Sommer.
Was passiert, wenn du nichts änderst
Ohne Stempelkarte vergessen deine Kunden dich im Winter. Im Frühjahr gehen sie zur neuen Eisdiele, weil die ihnen als erste einfällt. Du merkst es erst im Mai, wenn die Umsätze niedriger sind als im Vorjahr. Dann ist die Saison schon halb vorbei. Mit Papierkarten kannst du nichts machen, weil die Karten im Herbst im Müll gelandet sind. Du hast keinen Kontakt zu deinen Stammkunden.
Fazit
Eine Stempelkarte für die Eisdiele muss kurz sein, damit sie in einer Saison voll wird, und digital, damit sie den Winter überlebt. 8 Stempel ab 3 Euro Bon, eine Gratis-Kugel als Belohnung und Aufsteller entlang der Schlange sind der Aufbau. Die Nachricht zum Saisonstart erreicht dann alle Sommerkunden auf einmal, was mit Papier nie möglich war.
Mit stampa geht das bis 100 aktive Kunden kostenlos und ohne Kreditkarte. In 5 Minuten eingerichtet, monatlich kündbar: Jetzt Karte für deine Eisdiele anlegen.