Stempelkarten-App kostenlos: Was geht gratis, wo sind Grenzen
Jede Woche ohne Stempelkarte verlierst du Stammkunden an die Konkurrenz — ohne es zu merken. In 5 Minuten eingerichtet, gratis bis 100 Kunden.
Eine Stempelkarten-App kostenlos zu nutzen ist für kleine Läden möglich. Es gibt Anbieter, bei denen du dauerhaft für 0 Euro startest, ohne Kreditkarte und ohne Testphase. Die eigentliche Frage ist: Was deckt der Gratis-Tarif wirklich ab, wo liegen die Grenzen, und woran erkennst du versteckte Kosten? Genau das klären wir hier.
Was kostenlos bei einer Stempelkarten-App bedeuten kann
Der Begriff wird unterschiedlich benutzt. Bevor du dich entscheidest, solltest du wissen, welche Variante gemeint ist:
Kostenlose Testphase. 14 oder 30 Tage gratis, danach wird automatisch abgebucht. Gut zum Ausprobieren, aber nicht dauerhaft kostenlos.
Free-Tarif mit Limit. Dauerhaft 0 Euro bis zu einer bestimmten Anzahl Kunden oder Karten. Erst wenn du wächst, zahlst du.
Kostenlos für den Kunden, nicht für dich. Die App ist für den Endkunden gratis, der Laden zahlt pro Monat. Das ist bei fast allen Lösungen so und sagt nichts über deine Kosten aus.
Kostenlos mit Haken. Werbung fremder Unternehmen auf deiner Karte, Gebühren pro Stempel oder Pflicht-Hardware, die du kaufen musst.
Bei stampa gilt die zweite Variante: Der Free-Tarif kostet 0 Euro bis 100 aktive Kunden, ohne Kreditkarte, ohne Ablaufdatum.
Mach den Selbsttest: Ist kostenlos wirklich kostenlos?
Prüfe bei jedem Anbieter diese Punkte:
- Keine Kreditkarte beim Start nötig?
- Keine automatische Abbuchung nach 14 oder 30 Tagen?
- Keine Pflicht-Hardware (Tablet, Lesegerät, NFC-Sticker)?
- Keine Kosten pro Stempel oder pro Push-Nachricht?
- Keine Fremdwerbung auf deiner Karte?
- Rechtliche Texte (Datenschutz, Einwilligung) sind dabei?
Wenn du alle Punkte mit Ja beantworten kannst, ist der Tarif wirklich kostenlos.
Was im kostenlosen Tarif enthalten ist
Ein Gratis-Tarif ist nur dann etwas wert, wenn der Kern des Treueprogramms komplett funktioniert. Diese Dinge solltest du erwarten, und diese bekommst du im Free-Tarif von stampa:
Die vollständige digitale Stempelkarte im Apple Wallet und Google Wallet, ohne App-Download für deine Kunden.
Eigenes Branding. Logo und Farben auf der Karte, auf dem Aufsteller und auf der öffentlichen Seite, die sich nach dem QR-Scan öffnet.
Stempeln per Scan mit dem Smartphone deines Teams, ohne Hardware.
Einlösen im Dashboard mit einem Tipp, wenn die Karte voll ist.
Druckfertiger Aufsteller mit QR-Code, automatisch erstellt.
Live-Dashboard mit aktiven Kunden, Stempeln, Wiederkehrern und Einlösungen.
Rechtliches erledigt. Automatisch generierte, editierbare Datenschutzerklärung pro Laden, DSGVO-konform, gehostet.
Anti-Betrug. Scan-Cooldowns und Velocity-Schutz (Geschwindigkeitsschutz), damit niemand sich in zwei Minuten zehn Stempel holt.
Kurz: Alles, was du brauchst, damit ein Kunde eine Karte bekommt, sammelt und eine Belohnung einlöst. Wie der Ablauf im Detail aussieht, steht in Digitale Stempelkarte: So funktioniert sie.
Wo die Grenzen des Free-Tarifs liegen
Ein kostenloser Tarif hat Grenzen, sonst gäbe es keine bezahlten. Wichtig ist, dass diese Grenzen dich nicht beim Start behindern, sondern erst dann greifen, wenn du ohnehin wächst.
| Merkmal | Free (0 Euro) | Starter (29 Euro) | Growth (49 Euro) | Pro (89 Euro) |
|---|---|---|---|---|
| Aktive Kunden | bis 100 | bis 250 | bis 750 | bis 2.000 |
| Eigenes Logo und Farben | ja | ja | ja | ja |
| Hinweis „Powered by stampa" | ja | nein | nein | nein |
| Google-Bewertungs-Bonus (opt-in) | nein | ja | ja | ja |
| Geofencing (Erinnerung in der Nähe) | nein | nein | ja | ja |
| CSV-Export | nein | nein | ja | ja |
| Kündbar | monatlich | monatlich | monatlich | monatlich |
Alle Preise pro Monat, bei Jahreszahlung sind ungefähr zwei Monate gratis. Für größere Betriebe gibt es Enterprise auf Anfrage. Die aktuelle Übersicht findest du unter Preise.
Die wichtigste Grenze ist die Kundenzahl. 100 aktive Kunden klingt wenig, ist für ein kleines Café oder einen Friseursalon im ersten Monat aber realistisch viel. Wer diese Grenze erreicht, hat ein funktionierendes Treueprogramm und kann die 29 Euro im Monat meist aus dem Umsatz der Stammkunden bezahlen.
Versteckte Kosten, auf die du achten solltest
Kostenlos ist nur dann kostenlos, wenn drumherum nichts anfällt. Diese Punkte solltest du bei jeder Lösung prüfen:
Pflicht-Hardware. Manche Systeme brauchen ein Tablet, ein Lesegerät oder einen NFC-Sticker. Das kostet Geld und macht das Team abhängig von einem Gerät, das an der Kasse liegt. Bei stampa reicht das vorhandene Smartphone.
App-Zwang für Kunden. Wenn deine Kunden eine App laden müssen, sinkt die Zahl derer, die überhaupt mitmachen. Das kostet dich nichts in Euro, aber es kostet Teilnehmer. Warum Wallet-Karten hier im Vorteil sind, liest du unter Kundenbindung ohne eigene App.
Kosten pro Stempel oder pro Nachricht. Ein Gratis-Tarif, bei dem jede Push-Nachricht extra kostet, wird schnell teuer. Achte auf eine flache Monatspauschale.
Fremdwerbung auf deiner Karte. Wenn andere Läden auf deiner Karte werben dürfen, bezahlst du mit der Aufmerksamkeit deiner Kunden.
Rechtliche Lücken. Ohne Datenschutzerklärung und ohne saubere Werbe-Einwilligung trägst du das Risiko. Das ist keine versteckte Gebühr, aber ein verstecktes Risiko.
So sieht das in der Praxis aus
Ein Friseursalon in Köln startet mit stampa im Free-Tarif. Nach drei Monaten haben 87 Kunden die Karte im Wallet. Der Inhaber sieht im Dashboard: 23 davon kommen jetzt öfter als vorher. Die Karte kostet ihn nichts, er hat keine Hardware gekauft, keine App programmiert. Er bleibt im Free-Tarif, bis die 100 voll sind.
Beispielrechnung: Wann sich das Upgrade lohnt
Nehmen wir eine Bäckerei mit 8 Stempeln pro Karte, Belohnung: ein Brötchen-Sortiment im Wert von 4 Euro.
Im Free-Tarif sammeln 100 aktive Kunden. Angenommen, jeder kommt durch die Karte nur ein einziges Mal pro Monat zusätzlich und gibt dabei 6 Euro aus. Das wären 600 Euro Umsatz, die ohne Karte vielleicht beim Bäcker nebenan gelandet wären.
Wächst die Zahl auf 200 aktive Kunden, kostet Starter 29 Euro im Monat. Derselbe Effekt bringt dann rechnerisch 1.200 Euro zusätzlichen Umsatz.
Ob diese Annahme bei dir stimmt, musst du nicht schätzen: stampa misst den Effekt mit einer zufälligen Kontrollgruppe von etwa 10 Prozent der Kunden und zeigt dir, wie viele zusätzliche Besuche die Karte gebracht hat. Ist die Datenbasis zu klein für eine belastbare Aussage, sagt das Dashboard das ehrlich, statt eine Fantasiezahl anzuzeigen.
Für wen der kostenlose Tarif dauerhaft reicht
Nicht jeder Laden muss jemals in einen bezahlten Tarif wechseln. Der Free-Tarif reicht dauerhaft, wenn:
- du einen kleinen Stammkundenkreis hast, etwa ein Nagelstudio mit fester Kundschaft,
- du das Programm nur an einem Standort mit wenig Laufkundschaft nutzt,
- du keine Funktionen wie Geofencing oder CSV-Export brauchst und dich der kleine stampa-Hinweis auf der Karte nicht stört.
Wer dagegen viele neue Gesichter pro Tag sieht, etwa ein Imbiss oder ein Café in Bahnhofsnähe, wird die 100 aktiven Kunden schnell erreichen und kann dann entspannt hochstufen. Eine ausführliche Kostenübersicht aller Modelle findest du in Was kostet eine digitale Stempelkarte?.
Was passiert, wenn du nichts änderst
Ohne Stempelkarte verlierst du jede Woche Stammkunden an die Konkurrenz. Du merkst es nicht, weil du nicht siehst, wer nicht mehr kommt. Die Konkurrenz bietet eine Karte an, deine Kunden sammeln dort, und irgendwann gehen sie nur noch dorthin. Das kostet dich keinen Euro heute, aber es kostet dich Umsatz morgen.
Fazit
Eine Stempelkarten-App kostenlos zu nutzen ist möglich, und zwar mit vollem Funktionsumfang für den Kern: Karte im Wallet, Stempeln per Scan, Einlösen im Dashboard, eigenes Branding und erledigte Rechtstexte. Die Grenzen liegen bei der Kundenzahl und bei Zusatzfunktionen, die du erst brauchst, wenn das Programm läuft. Am einfachsten probierst du es aus: Kostenlos starten, Aufsteller drucken, und in ein paar Wochen weißt du, ob deine Kunden mitziehen.